Sonntag, 17. Januar 2010

Informationsaustausch

Halten wir die Aufschieberitis mal einen Moment in Schach. Höchste Zeit ist es schließlich schon wieder – die Reflexionsdeadline sitzt im Nacken und grinst ein wenig hämisch. Na, wieder auf den letzten Drücker? Ja, wieder auf den letzten Drücker. Aber hey, was kann man nicht alles in fünf Stunden schaffen...

Einen Rückblick zum Beispiel auf die Stufen I und II. Zugang und Motivation waren längst als vorhanden abgehakt, das Motivationstief erschien netterweise in den Ferien und verschwand spätestens mit dem ersten Online-Treffen der e-connection im neuen Jahr wieder in der Mottenkiste. Auch bei der Online-Sozialisation ist die Welt noch in Ordnung, Stufe II gemeistert. Weiter ging’s in Richtung Informationsaustausch: Gruppenarbeit Nummer eins. „Auf dieser Stufe werden Informationen ausgetauscht und kooperative Aufträge erfüllt“, heißt es bei Salmon einleitend. Haben wir gemacht. Die Beschäftigung mit dem Material an sich war wenig problematisch, die Terminabsprachen und der Austausch in der Kleingruppe haben funktioniert, und was die Gruppendynamik betrifft, sehe ich kaum Unterschiede zu ftf-Situationen, bzw. auf uns bezogen: Die thematisch Bewanderten sind vorangegangen und haben die Gruppe angeleitet oder in die richtige Richtung gelenkt, ohne die Anmerkungen, Ideen und Vorschläge der anderen Teilnehmer zu übergehen. Das spricht für sich und steht für einen respektvollen Umgang, der auch in ftf-Situationen eben nicht immer selbstverständlich ist.

Schwierig oder frustrierend wird es, wenn das Vorbereitete, aus welchen Gründen auch immer, nicht wie geplant zum Abschluss kommt. Eine funktionierende Technik ist online eben doch der entscheidende Schlüssel. Dementsprechend ist eine zeitweise Kommunikationsunterbrechung gefühlt eigentlich ein Rückfall auf Stufe I, die den Zugang zu den „Online-Räumen“ schaffen sollte. Man hängt irgendwie in der Luft und wird sich selbst und der Gruppe nicht gerecht. Aber laut Salmon kommt auch ein Springen zwischen den verschiedenen Stufen durchaus vor...

Positiv ist mir der Umgang in der Gruppe aufgefallen, die auch mit solchen Ausfällen, Störungen oder Unterbrechungen souverän umgeht und das Beste aus der Situation macht, ggf. einspringt, Rücksicht nimmt und Geduld zeigt. Das wiederum motiviert, sich trotz sonstiger Arbeitsbelastung mit den thematischen Inhalten auseinandersetzen und sich gedanklich auf die bevorstehende "Wissenskonstruktion" einzustimmen.

Über die Rolle des Moderators habt ihr schon einiges geschrieben, dem habe ich auch nichts hinzuzufügen – außer, dass ich ihn dringend kontaktieren sollte, um den längst überfälligen connect-Check zu terminieren :)

Kommentare:

  1. kennst du das Buch "Dinge geregelt kriegen - ohne einen Funken Selbstdisziplin" von Kathrin Passig? Das könnte dir vielleicht gefallen

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  2. Mal - abseits von der Fachdiskussion - was von PR-Tante zu Journalistin: Super zu lesen, Dein Blog :-)!!

    Kennst Du übrigens den Blog-Diskurs zwischen PR-Manz und Journalist-Sievers (http://prlen.de/)? Inzwischen wohl leider nicht mehr weiter gepflegt...

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  3. Danke, dito, liebe PR-Tante! :) Die Prlen kannte ich noch nicht - Danke für den Hinweis. Schade, dass es nicht mehr weitergeführt wird. Oder vielleicht sind sie bloß umgezogen? Interessanter Dialog zumindest! :)

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  4. Respekt, dass Du trotz Deiner technischen Schwierigkeiten nicht entnervt das Handtuch geschmissen hast, sondern trotzdem noch ein so positives Fazit ziehst! Das zeugt von einer hohen Frustrationstoleranz (<- eins meiner absoluten Lieblingswörter!!)

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